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Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||||||||||||||
TV Garden (1974)
Diese Installation gehört zu den am
häufigsten ausgestellten und daher auch zu den bekanntesten. Sie besteht
aus 20 bis 30 Monitoren und verschiedenen tropischen Pflanzen: Die
Fernsehgeräte werden in beliebiger Anordnung mit dem Bildschirm nach oben
zwischen die Pflanzen in einen möglichst dunklen Raum gebettet. So entsteht
der Eindruck eines tropischen Gartens. Alle Bildschirme geben gleichzeitig
dasselbe Videoband wieder, beim TV Garden war es von Anfang an „Global
Groove“, das jedoch für einzelne Realisationen neu ediert
wurde.
Die Installation war auf Gesamtwirkung
konzipiert, die Aussage des Einzelbildes deren Summe in der Gesamtschau
untergeordnet. („TV Sea“, eine Variante des „TV Gardens“
ohne die Pflanzen, entstand aus der Not heraus, daß Paik zuwenig Geld
dafür hatte.)
Fish Flies on Sky...
(1975)
(Fish Flies Hardly anymore on the Sky - let
Fishes Fly Again)
In Umkehrung zum TV Garden sind die Fernseher
hier mit dem Bildschirm nach unten unter die Decke gehängt. Das Videoband
zeigt tropische Fische und Flugzeuge am Himmel. Es geht hier natürlich
nicht nur um die spielerische Formulierung eines Paradoxons, sondern Paik verweist
auf die technischen Bedingungen von Video: Ein Fernsehbild konstituiert sich
aus den Zeilen, die der Elektronenstrahl schreibt, und ist somit unabhängig
von der Schwerkraft. (In den sechziger Jahren war Video der Kinetischen Kunst
zugerechnet, von der Paik sich abgrenzen wollte.)
„Fish Flies on Sky“ sollte möglichst
liegend vom Boden aus betrachtet werden, dazu ließ sich leises Meeresrauschen
vernehmen, was die Besucher schnell in einen meditativen Zustand versetzte.
Video Fish (1975)
Hier ist den Fernsehern jeweils ein Aquarium
mit Fischen zugeordnet. Dadurch, das dasselbe Videoband wie für „Fish
Flies on Sky“ verwendet wurde, werden die Fische
verdoppelt.
Zusammenfassend läßt sich über
die frühen Installationen der 70er Jahre sagen, daß hier Natur und
Technik gegenübergestellt wird. Wenn auch die Großinstallationen der
80er Jahre diesen Aspekt vernachlässigen, so treten die
Closed-Circuit-Installationen wie „Real Plant/Live Plant“ oder
„Real Fish/Live Fish“ an ihre Stelle. In diesen Zusammenhang
gehören auch die Arbeiten „Three Eggs“, „TV Egg“
und „Egg Grows“.
In den achziger Jahren beschäftigte Paik
sich mit Lasertechnologie, wobei er mit dem Photographen und Kommunikationsdesigner
Horst Baumann zusammenarbeitete. Paik ging es dabei um eine Lösung aus
dem konventionellen Rahmen des Fernsehmonitors zugunsten einer räumlicheren
Wirkung, um damit ein richtiges Videoenvironment zu schaffen, ohne daß
das darin besteht, Bildschirme aufzustellen.
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