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Nam, June Paik

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V-yramid (1982)
„V-ramid“, ein Wortspiel aus „Video“ und „Pyramid“, schließt an die skulpturale Formgebung des „TV Cross“ an, bei dem ebenfalls die äußere Gestalt dem Bildinhalt gleichrangig ist. Jeweils 20 aufeinandergestapelte Fernseher stehen in einem Winkel von 90 Grad zueinander. Das Material, „Global Groove“, „Lake Placid“ und neue Sequenzen, ist nach rein optischen Gesichtspunkten ausgewählt. V-yramid erschließt sich für die Betrachter erst aus einem größeren Abstand, weil erst dann die kaleidoskopartige Gesamtwirkung der Bildschirme zum Tragen kommt. Der eigentliche Inhalt liegt, wie bei den anderen Bändern, die für die Installation zusammengeschnitten werden, nicht in dem Abgebildeten, sondern im Zusammenspiel der schnell wechselnden Informationen. Durch den raschen Wechsel offenbaren die Bilder ihre ornamentalen Qualitäten, was bei den hier kreisförmig zu Viererblöcken angeordneten Fernsehern in der Gesamtschau wie ein Aufblühen von Farben und Formen gesehen wird.

Video Gate (1982)
Hierbei handelt es sich um eine weitere Installation von skulpturaler Gesamtqualität. Das „Video Gate“ bildete das Tor zur Hifi-Video-Messe in Düsseldorf und wurde anschließend im dortigen Kunstmuseum ausgestellt, wodurch es natürlich mit einer anderen Konnotation versehen wurde.
Das Programm der Monitore war sehr kompliziert, es liefen 3 verschiedene Bänder, die Monitore waren zudem noch facettiert. Die inhaltliche Struktur der Bänder ahmte – allerdings ironisierend ins Extrem getrieben – das kommerzielle amerikanische Fernsehen nach. Die Installation zielt auf die moderne Medienwirklichkeit mit ihrem Überfluß an Informationen ab, deren visueller Reichtum den Mangel an wirklichen Problemstellungen überspielt.

1982 bis 1984 entstanden die Arbeiten „Tricolor Video“, eine französische Flagge aus 384 Monitoren und „V-Matrix (Tribute to Sergej Eisenstein)“, das ebenfalls aus drei Bändern mit drei Farbzonen besteht.

TV Trichter (1984)
Diese Arbeit Paiks präsentierte sich mit 99 Monitoren wieder als große, raumgreifende Installation. Die Monitore hingen, mit dem Bildschirm nach unten, in fünf sich nach oben verjüngenden Kreisen an der Decke und bildeten somit eine Art Trichter. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Bilder (aus „Hommage to Stanley Brown“ und „V-Matrix“) ablösten, machte es unmöglich, inhaltliche Zusammenhänge zuassoziieren. Die sich verjüngenden Kreise der flackernden Monitore übten einen Sog aus, der den Blick unwillkürlich in die Höhe zog.

The More, the Better (1988)
Paiks bislang größtes Projekt wurde 1988 anläßlich der Olympischen Spiele in seiner Heimatstadt Seoul realisiert. Es bestand aus einem Medienturm aus 1003(!) Monitoren, der mit Filmmaterial von TV-Stationen aus 12 Ländern gespeist wurde.

  
Nam June Paik: Videokunst in Museen / Globalisierung und lokale Rezeption
Siehe auch:
Deadly Nam
von Jan Hendrik Thiele, Samuel Müller, und Urs Peter Hagedorn (in DVD & Blu-ray)
The Vietnam War - A Tour Of Duty [UK Import]
(DVD (in DVD & Blu-ray)
Andy McNab's Tour Of Duty [UK Import]
(DVD (in DVD & Blu-ray)
Manual for Successful Rioting
von Birdy Nam Nam (in Musik)
Tour Of Duty [VHS] [UK Import]
von Terence Knox, Stephen Caffrey, Stan Foster, und Joshua Maurer (in DVD & Blu-ray)
 
   
 
     
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